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The Sessions

Anfang 2013 kam The Sessions ins Kino. Ein Film, der sich mit Sexualbegleitung und Surrogatspartnerschaft beschäftigt.

Ich war allerdings nicht so sehr überzeugt von dem Film. Allein die Behinderung ist sehr schlecht gespielt (habe bei einem Polio-Betroffenen in der Form noch nie eine solche Oberarmen-Muskulatur gesehen) und die Charakter vermissten Tiefe. In erster Reihe wurden immer wieder verschiedene Aspekte angesprochen, dann aber nicht ausgeführt. Trotzdem, der Geschichte hat meines Erachtens Potenzial und alles in allem kann man sich den Film schon ansehen. Vielleicht allerdings eher zuhause.

Was ich auch sehr gut gemacht fand, war die Darstellung der Assistenz. Da habe ich mich sehr wieder erkennen können. zum Beispiel bei der Szene, wo es Mark an der Nase juckt und er sich nicht kratzen kann. Oder aber auch beim Vorstellungsgespräch: „haben Sie Erfahrungen?“- „Nein.“ – „Sehr gut!“ – darin können sich die meisten Assistenznehmer (insbesondere im Arbeitgebermodell) sofort wieder erkennen.

Was ich auch gut fand, war, das letzten Endes nicht Sexualassistenz alles war, wobei es geblieben ist. und dass der Film relativ wenig mitleidig war. er zeigt aber auch anschauliche Weise, für was Sexualbegleitung tatsächlich gut sein kann und im Falle von Mark war: das Selbstbewusstsein. Seinen Körper zu erleben und damit Spaß zu haben und Ekstase zu empfinden, macht einen stark. Auch mental.